Delphinhaltung in Ägypten

18 Okt

(via)

Vor einiger Zeit habe ich ja über den Delphinschützer Ric O´Barry berichtet, der mit seinem Team wagemutig die Brutalitäten, die sich in „The Cove“, der kleinen Bucht des Fischörtchens Taiji in Japan abspielen, bekannt machte. Er schaffte es damals die schrecklichen Bilder einzufangen und an die Öffentlichkeit zu tragen, damit das Schlachten der Delphine ein Ende nimmt und damit auch die Delphinspaßindustrie nach und nach einschläft.

Leider sind Delphinarien noch weitverbreitet und bringen der Lobby, durch die Gutmütigkeit der Meeressäuger, Milliarden und Millionen, in dem sie bräsigen Touristen Kunststücke vorführen und sie damit bespaßen. Meist leben die Tiere dann eingepfercht in minikleinen Betonbecken, schwimmen inmitten ihrer Fäkalien und gehorchen auf Trillerpfeifen und Handzeichen. Sie leiden an Muskelschwund und Depressionen. Ric O´Barry berichtet in „the Cove“, dass sie sogar in der Lage sind, Selbstmord zu begehen, indem sie einfach aufhören zu atmen und dann ertrinken. Eines der Delphinweibchen, mit dem er damals die Sendung Flipper trainierte, kam auf diese Weise ums Leben. Dies war sein Zeichen die Branche zu wechseln und Aktiv gegen die Gefangenschaft von Delphinen vorzugehen.

So auch jüngst in Hurghada, Ägypten. Im August fanden Naturschützer der HEPCA (Hurghada Environmental Protection and Conservation Association) in einem 9 m² großen privaten Swimming-Pool 4 Delphine, die dort für 105 Tage in Quarantäne versetzt wurden, um anschließend ins geplante Sharm El Scheikh Delphinarium gebracht zu werden. Durch die schlechte Wasserqualität, befanden sich die Tiere in einem sehr schlechten Zustand und mussten so schnell wie möglich befreit werden. Die Helfer konnten noch 5 weitere Tiere ausfindig machen, die ebenfalls aus der Bucht in Taiji nach Ägypten importiert werden sollten und brachen eine Welle von Petitionen und Hilfsaktionen los.

Höhepunkt der Rettungsaktion war das Dazustoßen von Ric O´Barry, der mittlerweile als Messias der Delphinaktivisten gilt und mit seiner Anwesenheit die offensichtliche Dringlichkeit der Kampagnen verstärkte. Als er von der Gefangenschaft der Tiere hörte, machte er sich sofort auf den Weg nach Hurghada. In seinen Erklärungen schwingen stets Schuldgefühle und das schlechte Gewissen mit, als ehemaliger Flippertrainer höchstwahrscheinlich mitschuldig für diese Spaßindustrie zu sein. Umso mehr setzt er sich heute gegen diese Tierquälerei ein und fühlt sich für jeden einzelnen Delphin  verantwortlich. Am 3. Oktober veranstaltete die HEPCA ein großes Event, das Hunderte Interessierte zusammen brachte, um ihnen das Ausmaß der Tierhaltung offenzulegen.

In dem Video werden die Delphine aus dem Pool in das geplante Delphinarium gebracht, mitten in der Wüste, ständig begleitet von HEPCA-Mitgliedern und Ric O´Barry. Sie direkt wieder ins Meer zu bringen, gelang den Tierschützern nicht, trotzdem sind riesige Kampagnen geplant, um dieses Delphinarium schließen zu lassen. Außerdem will man künftig die Touristen, für die diese Institutionen ja letztlich gebaut werden, erreichen um den Geldhahn der Industrie austrocknen zu lassen und aus Delphinshows ein nichtlukratives Geschäft zu machen.

Meine Freundin Urte machte mich auf das, was da zurzeit in Ägypten los ist, aufmerksam. Sie setzt sich sehr gegen die Gefangenhaltung der freiheitsliebenden Tiere ein und ist wahrscheinlich die einzige, die ich persönlich kenne, die sich wirklich aktiv in den Schutz unserer Umwelt mit einbringt. Urte arbeitet in Hurghada und ist direkt ins Geschehen involviert, ich wünsche ihr und dem Team der HEPCA, dass sie es schaffen den Delphintourismus zu stoppen und die 4 Tiere, die dort bereits eingetroffen sind (natürlich auch die, die noch eintreffen werden), befreien zu können. Damit ihr sie auch unterstützen könnt, klickt hier und unterschreibt die Petition. Bitte verbreitet auch den Link, damit die 10.000 bald erreicht sind. Die Delphine werdens euch danken.

 

 

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