Liebes Tagebuch,

26 Jul

(via)

seit ein paar Tagen bin ich zurück aus der Hauptstadt. 4 Tage Berlin, 4 Tage Melt, 4 Tage Giessen und irgendwas schwebt in der Luft. Nicht nur, dass man in der letzten Woche mit Tod, Unglück und Trauer konfrontiert wurde, im  Love-Parade-Drama gipfelt das hilflose Gefühl der Machtlosigkeit, man befindet sich auch in der physischen Schwebe. Irgendetwas verändert sich und trotzdem kommt man nicht vor- oder rückwärts. Das einzige wozu ich in der Lage bin ist stumpf Kisten packen, dösige Musik eintrudeln lassen und abwarten. Und nachdenken. Wie gehen wir mit unseren Mitmenschen um, vor allem mit denen, die wir tagtäglich um uns haben? Zeigen wir ihnen oft genug, wie gern wir sie haben und wie nahe sie uns stehen? Merken wir überhaupt, ob sie uns nahe stehen, oder wird uns das erst bewusst, wenn es zu spät ist? Bewusstsein ist ein gutes Wort in diesen Überlegungen. Bewusst Leben, bewusst lieben, bewusst über die Straße gehen. Unfälle passieren, weil man unachtsam ist. Weil man losgeht, ohne sich auf den eigentlichen Prozess seines Voranschreitens zu konzentrieren. Natürlich darf man nicht anfangen Paranoia zu schieben und in allem die Gefahr zu sehen, aber schafft man es nur einen Ticken anwesender zu handeln, dann… ich mache keine Vorwürfe, ich finde nur wir sollten die Augen aufmachen und den Wandel annehmen. Annehmen, dass alles schneller läuft. Dass es Risiken gibt und sie mit einkalkulieren. Und wir sollten aufhören Menschen die uns wichtig sind schlecht zu behandeln. Dafür gibt es keinen Grund, auch wenn sie uns mal auf die Nerven gehen. Wir sollten jede Sekunde mit ihnen genießen und bewusst aufnehmen, was sie uns zu geben haben.

Liebes Tagebuch, eigentlich bin ich gerade nicht in der Lage irgendwas Sinnvolles zu schreiben. Deshalb lasse ich es und melde mich, wenn sich der braune Staub bald wieder senkt und nur der graue Rauch am Himmel hängt

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