Sin Nombre

26 Apr

(via)

Gleich mehrere Themen könnt ich hier anschneiden, wenn es um diesen, unter anderem von Diego Luna und meinem Liebling Gael García Bernal  produzierten, Film geht. „Sin Nombre“, U.S-Mexikanischer Politthriller, beschreibt die abenteuerliche Reise von Sayra und Casper, die sich auf der Flucht in ein besseres Leben auf einem Güterzug Richtung Norden kennenlernen. Sie will Honduras hinter sich lassen und den amerikanischen Traum leben, er flieht vor der Mara Salvatrucha, auch MS 13 genannt, Südamerikas gefährlichster und größter Bandenvereinigung.

1. Thema: Der Film

Ist gut. Schöne Bilder, und trotz brutaler Zwischenszenen, ists ne nette Liebes- geschichte. Ausgezeichnet vom Sundance Festival (das wäre mein 2. Thema, aber darüber ein anderes Mal) für die beste Regie und die beste Kamera, erzählt die Geschichte vor allem von den weitgefächerten Problemen in großen Teilen des südamerikanischen Kontinents und deren Konsequenzen für die Bevölkerung: das Eintreten in eine Lebenslange Allianz mit den Maras. Womit wir beim

3. Thema: Die Mara Salvatrucha

wären. Der Begriff fasst eine Vielzahl von Banden zusammen, die mittlerweile auch schon USA belagern und ihren Ursprung in El Salvador begründen. Riesige Netzwerke verschiedener Untergruppierungen spannen sich über Nord-und Südamerika und beherrschen Drogenhandel, Waffengeschäfte, Prostitutionsbetriebe und alle anderen erdenklichen Böse-Jungs-Geschäfte. Hauptsächlich geht es allerdings um die Bekriegung feindlicher Mara-Gruppen und den Erhalt der eigenen Sippe. Schon in jungen Jahren werden größtenteils Männer rekrutiert und mit einer ganz besonders schönen Zeremonie in den Clan mit aufgenommen: Will einer auch ein Gangster sein, muss er sich 13 Sekunden (13 steht für das M – an 13. Stelle im Alphabet) auf übelste Art und Weise Verprügeln lassen und darf sich keinesfalls wehren, da sonst das Ritual von vorn beginnt. Mädchen, die immerhin fast 20% der Mareros ausmachen, haben da noch mehr Auswahl: Entweder auch 13 Sekunden auf die Fresse oder aber, auch sehr Ideenreich, sich von mindestens 3 Mitgliedern vergewaltigen lassen. Na, wenn das nix ist.

Diese brutale und eiskalte Bewegung konnte überhaupt entstehen durch Armut, Arbeitslosigkeit und Elend. Wie überall auf der Welt, wo es nix zu holen gibt, entwickelte sich auch dort aus unter- schiedlichen Mafiaströmungen, verflochten mit Unzufrieden- heit, eine Massenbewegung. Heutezutage spricht man da von Zahlen, die sich die Italos nur erträumen können. Natürlich versuchen Regierung und Organisationen gegen die Welle überhand zu gewinnen, aber wo kann man ein System verändern, das ganz Oben seine Drahtzieher hat? Wer glaubt, dass die hohen Tiere da nicht mit rein wirken, der glaubt auch, dass Schalke jemals Meister wird (puh!).

So. Naja, ich wollte hier noch weiterschreiben, aber irgendwie reichts jetzt auch. Erstmal wirken lassen…

4 Antworten to “Sin Nombre”

  1. stenographique 29/04/2010 um 22:01 #

    guter riecher… der film räumt ja gerad überall ab und ist auf allen startseiten gelandet! übr.: heute war kinostart ;)

  2. Nina 20/06/2013 um 14:45 #

    weißt du vielleicht noch irgendeine andere bande aus südamerika???

    • Kiril Comrades 05/10/2013 um 18:06 #

      LA BIG TIME MARA SALVATRUCHA CLICKA PARKE VISTA

      Es gibt die 18er die hassen die maras da gibts noch mexicaner

Trackbacks/Pingbacks

  1. Heimweh « eigensinnlich - 23/08/2010

    […] macht das Streben danach süchtig und treibt viele in den Tod (wir kennen alle die Bilder und Geschichten der hoffnungsvollen Reisenden, die alles in Kauf nehmen, ihr Leben riskieren, um auf die andere […]

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