Simple

17 Feb

(sorry, Quelle nicht mehr gefunden)

Ein kleiner Buchstabendreher und die Französischer Jugendbuchautorin Marie-Aude Murail kann ihr spaßbringendes Werk auch in Deutschland verkaufen. Simpel ist der große Bruder von Colbert und zusammen erobern die beiden eine chaotische Studenten-Wg in Paris. Colbert geht noch zur Schule und Simpel entdeckt mit Monsieur Hase die bunte Welt der Hauptstadt. Hier bekämpfen sich Indianer und Cowboys, im Telefonapparat sitzt ein kleiner Mann und Frauen haben eine Vagina. Der 22-Jährige weiß, dass er ein I-D-I-O-T ist, was seinen jüngeren Bruder und seine Mitbewohner manchmal schier verzweifeln lässt. Aber mit ihm ist es auch lustig. So lustig, dass man abends im Bett liegt und es nicht bei den 3 obligatorischen Einschlafseiten bleibt. Man wird vom leichten Lesestoff Kapitel für Kapitel durch die Abenteuer der unterschiedlichen Charaktere getragen und kichert auch das ein oder andere Mal vor sich hin.

Als ich das Buch geschenkt bekommen habe, empörte ich mich vielleicht noch etwas über die Tatsache des Deutschen Literaturpreises allerdings in der Kategorie „Preis der Jugendjury“ – immerhin bin ich schon 23 und nur hochtrabend intelligente Erwachsenenliteratur begnügt meinen geistreichen Intellekt – jedoch überzeugten mich schon die ersten Seiten, die zweiten Seiten, der Mittelteil und anschließend auch das Ende, dass es sich hier um einfühlsame, begreifende und fantastisch umgesetzte Literatur handelt.

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